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  • Zieringer, Robert

Der erste Präventionsbericht ist da!

Aktualisiert: Feb 14

Vielleicht erinnern Sie sich noch: 2015 trat mit großem Tam -Tam das sogenannte Präventionsgesetz in Kraft, dass vor allem Krankenkassen, Pflegeversicherung, die gesetzlichen Unfallversicherungen und die Rentenversicherung dazu anhält mehr Geld in die Prävention zu investieren – und das auch für die Prävention bei der Arbeit und in den Betrieben. Hört sich erstmal gut an.


Was die genannten Sozialversicherungsträger dann beschlossen haben konkret zu tun, steht in den sogenannten Bundesrahmenempfehlungen, oder kurz „BRE“ genannt. Und was wiederum davon umgesetzt wurde, steht im Nationalen Präventionsbericht, der seit Inkrafttreten des Präventionsgesetzes alle 4 Jahre erscheint und nun dieses Jahr zum ersten Mal veröffentlicht wurde.


In den Bundesrahmenempfehlungen finden Sie einen ganzen Abschnitt wie Menschen im Berufsleben gesundheitlich gefördert werden sollen:


Krankenkassen wollen Betriebe beim Aufbau der betrieblichen Gesundheitsförderung sowohl bei der Planung als auch bei der Durchführung unterstützen.


Die Unfallversicherungsträger wollen zum Aufbau von Managementsystemen für Gesundheit und Sicherheit beraten.


Die Rentenversicherung will Erwerbstätigen, die schon gesundheitliche Beeinträchtigungen zeigen, umfangreiche Präventionsleistungen anbieten und zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) beraten.


Das tolle für Organisationen daran: Die Sozialversicherungsträger sind gesetzlich dazu verpflichtet Geld für diese Leistungen auszugeben – und zwar einen Mindestbetrag pro Versichertem pro Jahr! Das heißt sie müssen mindestens einen bestimmten Betrag ausgeben, dürfen aber sogar noch mehr aufwenden. Krankenkassen sollen beispielweise ab 2019 mindestens 3,15€ pro Versichertem pro Jahr nur für die betriebliche Gesundheitsförderung aufwenden. Da viele Betriebe von den Angeboten der Krankenkassen aber gar keinen Gebrauch machen, stehen für engagierte Organisationen, die die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern wollen, in Wirklichkeit viel höhere Beträge zur Verfügung.


Die Krankenkassen gaben laut dem Nationalen Präventionsbericht (S. 226) im Jahr 2017 rund 158mio € für die betriebliche Prävention und Gesundheitsförderung aus. Damit blieben sie 22,6mio € unter dem Betrag, den sie eigentlich mindestens hätten ausgeben sollen. Nicht ausgegebene Mittel stehen den Krankenkassen übrigens vollständig im nächsten Jahr zur Verfügung. Man kann also von einem Ausgabenstau sprechen, der vielen Organisationen zu Gute kommen würde – wenn Sie denn etwas davon wüssten.


Fazit: Mit Hilfe der Krankenkassen, Unfallversicherung und Rentenversicherung bekommen Sie viele kostengünstige oder sogar kostenlose Leistungen, um die Gesundheit in Ihrer Organisation zu fördern.


Sie wollen wissen wie Sie aktiv und effektiv Prävention in Ihrer Organisation betreiben können?


Dann kontaktieren Sie mich!


Quellen:

[1] Das Nationale Präventionsgesetz:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/p/praeventionsgesetz.html


[2] Die Bundesrahmenempfehlungen:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/P/Praeventionsgesetz/BRE_Fassung_vom_29.08.2018.pdf


[3] Erster Nationaler Präventionsbericht:

https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/praevention__selbsthilfe__beratung/praevention/praevention_npk/praeventionsbericht_1/NPK-Praventionsbericht_2019_WEB_barrierefrei.pdf


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