EAP CASE STUDY

So helfen wir einem mittelständischen Chemieunternehmen mit unserem EAP

Ein Unternehmen mit 200 Mitarbeitenden hat Zieringer Consulting mit der einer Mitarbeiterberatung/einem Employee Assistance Program (EAP) beauftragt.

Im ersten Schritt verschaffen wir uns im Gespräch mit der Personalabteilung, den Zuständigen für Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Personalvertretung einen Überblick über die Prioritäten und die Lage des Unternehmens. Das Unternehmen liefert Erzeugnisse für die chemische und pharmazeutische Industrie. Es ist auf den Bereich Fine Chemistry spezialisiert und entwickelt Stoffe speziell nach Kundenanforderungen.

Eine große Herausforderung für das Unternehmen sind die immer kürzer werdenden Produktzyklen. Das heißt, das Unternehmen muss immer schneller auf Kundenanfragen aus aller Welt reagieren können. Die Produktpalette wechselt in kurzen Abständen. Es gibt keine langjährigen Pläne auf Kundenseite und daher auch für das Unternehmen nicht. Anforderungen und Produktwünsche können sich von einem zum nächsten Jahr stark unterscheiden.

Für die Mitarbeiter ist das nicht einfach. Die Belegschaft besteht ca. zu 40% aus gewerblichen Mitarbeitern und zu 60% aus Angestellten. Die Anforderungen an das Unternehmen sorgen bei den Mitarbeitern für einen hohen Druck. Sich schnell ändernde Kundenwünsche erfordern auch eine hohe Änderungsbereitschaft bei den Mitarbeitern. Business as usual gibt es schon seit vielen Jahren nicht mehr. Das Unternehmen und seine Mitarbeiter fliegen auf Sicht. 

Viele Mitarbeiter, die schon lange im Unternehmen sind, haben Schwierigkeiten mit dieser neuen Realität. Sie kennen noch die langen Produktzyklen und haben Schwierigkeiten mit der Schnelllebigkeit der Branche heute. Auch ist alles viel internationaler geworden. Es muss über mehrere Standorte und Länder hinweg zusammengearbeitet werden. Vieles erfordert viel Koordination mit Personen, die man noch nie oder selten persönlich getroffen hat.

Das Geschäft läuft zwar gut und es gibt viel zu tun. Niemand hat akut Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, aber es ist auch jedem klar, dass man in diesem Markt schnell unter Druck geraten kann. Bei den gewerblichen Mitarbeitern gibt es auch Sorge vor der immer stärker werdenden Automatisierung und dass sie dadurch ihren Arbeitsplatz verlieren könnten.

Daraus ergeben sich für das Unternehmen folgende Risiken:

Die Belastung für die Mitarbeiter ist hoch. Wenn neben dem beruflichen auch noch persönliche Probleme dazukommen, kann das der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Es gibt einzelne Wissensträger, die für den Erfolg des Unternehmens kritisch sind und nicht ausfallen dürfen, ansonsten könnte die Produktion zum Erliegen kommen und Kunden können verloren gehen.

Und was bedeutet das für die Mitarbeiterberatung? Die Mitarbeiter brauchen Unterstützung in Veränderungsprozessen: 

 

  • Wie gehe ich mit den Veränderungen um? Wie sehe ich das Gute darin, auch wenn es mir nicht gefällt?

 

  • Mitarbeiter müssen lernen damit umzugehen, dass die Zukunft vage und unvorhersehbar ist, und das kann man lernen!

  • Mitarbeiter müssen ihr Leben resilient gestalten. Das Leben darf nicht bis auf die letzte Minute durchgetaktet sein. Es muss zeitlich, aber auch mental Puffer geben, um zusätzliche Belastungen abzufangen.

Gemeinsam wird das Ziel für die Mitarbeiterberatung festgelegt: Die Mitarbeiterberatung soll die Leistungsfähigkeit erhalten. Einbrüche der individuellen Leistungsfähigkeit, zum Beispiel durch psychische Erkrankungen, sollen verhindert werden. 

Die Beratung soll telefonisch, zu Sprechzeiten in den Räumlichkeiten des Unternehmens und in den Räumlichkeiten von ZC angeboten werden. Bei schwerwiegenden psychischen Problemen vermittelt der wir in weitergehende Beratung oder Therapie.

Um über die Veränderungsprozesse im Unternehmen informiert zu bleiben, nehmen wir regelmäßig an den Treffen der Personalabteilung teil. Die Personalabteilung verweist in Mitarbeitergesprächen immer auf die Möglichkeit unserer Beratung.

Um mit den Mitarbeitern und den Führungskräften eine Beziehung aufzubauen, sind wir auch regelmäßig bei Teammeetings anwesend und kommen dort mit den Teams ins Gespräch. Manchmal ist sind wir einfach anwesend, um vor oder nach dem Meeting mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Ein andermal macht geben wir einen 5-minütigen Input dazu, wie Mitarbeiter mit der aktuellen Situation umgehen können. Dadurch sind wir bei Mitarbeitern und Führungskräften bekannt und werden immer häufiger aufgesucht.

Führungskräfte kommen zu uns, um sich zu „sortieren“. Sie schätzen die gezielten Fragen, die beim Ordnen der eigenen Gedanken helfen: „Wie erkläre ich es meinem Team? Wem sage ich es zuerst?“. Dass eine Beratung zusätzliche Zeit kostet, die die Führungskräfte eigentlich nicht haben, spielt erstaunlicherweise keine Rolle. Die Führungskräfte haben auf Nachfrage den Eindruck, dass sie letztlich durch die Beratung Zeit sparen, indem sie effektiver arbeiten.

Im ersten Jahr haben sich mehr als 10% der Mitarbeiter beraten lassen. Die Mitarbeiter sprechen positiv über die Beratung. Diejenigen, die sie genutzt haben, haben eine positivere Einstellung zur Situation und würden die Beratung jederzeit gerne wieder in Anspruch nehmen. Die selbsteingeschätzte Leistungsfähigkeit, eine Erfolgskennzahl, die Zieringer Consulting nach Absprache mit dem Kunden eingeführt hat, steigt von Beginn bis zum Ende der Beratung. Jede Beratungsstunde wird evaluiert und der Kunde bekommt vierteljährlich Feedback zum Erfolg der Beratung.

Besonders erfreulich: Die Unternehmensziele wurden sogar noch übertroffen, durch konsequenten Kundenfokus und ein hohes Maß an Flexibilität.

Sie wollen wissen wie ein EAP für Ihr Unternehmen aussehen könnte?